Es ist immer wieder das alte Lied…

Wendelstein - Das ehemalige Wicklein-Gelände (Röthenbach St.W.; Bogenstr. / Niebelungenstr.) liegt schon seit einiger Zeit brach. Ein erster Investor sprang ab und erst jetzt gibt es einen neuen Interessenten. Aber wieder verpasst die Gemeinde ihre Chance, aktiv an der Gestaltung mitzuwirken und überlässt dem Investor die Planung, wie bebaut wird. Ach ja der Investor ist kein unbekannter… es ist die Deutsche Reihenhaus AG.

Aber der Reihe nach: Das ehemalige Gelände der Firma Wicklein sollte schon mehrfach neu bebaut werden, was ja auch sinnvoll ist. Der erste Versuch mit seniorengerechten Wohnungen und einer Ladenpassage scheiterte, weil der Investor absprang. Seitdem dämmert das Gelände im Dornröschenschlaf…

Um es klar zu sagen, das Gelände eignet sich wegen der Autobahnnähe hervorragend für unterschiedlichste Nutzungen. So könnte man dort problemlos Kleingewerbe ansiedeln, viel besser als beispielsweise im Gebiet zwischen Sperbersloher Str und Richtweg, das die CSU so gerne voll bebauen würde.

Oder man könnte den dringend benötigten Geschoßwohnungsbau dort ansiedeln. Gerade dieser Wohnraumtyp für Alleinerziehende, Singles, junge Familien, die eine zwei bis vier Zimmerwohnung benötigen, ist in Wendelstein äußerst knapp bemessen. Hier wäre die Möglichkeit mal keine Luxuswohnungen (siehe Lisenfeld) zu bauen, sondern normale Mietwohnungen für Menschen mit nicht ganz so großem Geldbeutel.

Aber was macht die Gemeinde? Sie kehrt zurück in die 70er Jahre und lässt erneut Reihenhäuser bauen, wieder mit der Deutschen Reihenhaus, die schon die kontrovers diskutierte Bebauung des Hörnlein-Geländes durchführt. Sicher gibt es auch dafür in Wendelstein Bedarf, wie es für jeglichen Wohnraum Bedarf gibt, weil der Siedlungsdruck einfach zu groß ist. Aber müssen wir Wendelstein wirklich in eine einzige große Reihenhaus-Siedlung umwandeln? Ein bisschen abwechslungsreichere Bauweise würde dem Stadtbild und auch den Menschen guttun.

Außerdem gibt die Gemeinde wiedermal das Heft des Handels aus der Hand und lässt den Investor walten. Das ist ja auch viel einfacher, als das Ganze in Eigenregie abzuwickeln. Schade, hier wird wieder eine gute Chance vertan, selbst zu gestalten.

Es ist immer wieder das alte Lied…

Von: Boris Czerwenka (1. Vorsitzender OV Wendelstein - BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN), Donnerstag, 13. Juli 2017 - Aktualisiert am Dienstag, 25. Juli 2017
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