Juraleitung – CSU enttäuscht von Ergebnis des Raumordnungsverfahrens

Kornburg, Katzwang - Der CSU Ortsverband Kornburg und die CSU-Stadtratsfraktion nehmen das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens zur Juraleitung P53 enttäuscht zur Kenntnis.

  • Andreas Krieglstein spricht bei der Demonstration gegen die Juraleitung am 08.05.2021

    Andreas Krieglstein spricht bei der Demonstration gegen die Juraleitung am 08.05.2021
    © Ingmar Schellhas

Die Regierung von Mittelfranken betrachtet die geplante Trasse der Juraleitung als raumverträglich und hat somit den von TenneT TSO geplanten Verlauf der Trasse der 380-kV-Leitung durch Katzwang und an Kornburg entlang bestätigt. Somit schwindet die Hoffnung auf eine Alternativtrasse, die die Wohngebiete im Nürnberger Süden nicht tangiert und die Menschen in der Region insgesamt deutlich weniger belastet. 

Die Regierung von Mittelfranken hat für die weitere Detailplanung zwar einige Vorgaben an die TenneT TSO GmbH gemacht, wie z.B. die Prüfung einer erweiterten Erdverkabelung bis Kornburg oder verstärkte Trassenbündelung entlang der Autobahn A6. Zudem wird der Erhalt des Immateriellen Kulturerbes Wässerwiesen zur Vorgabe gemacht. 

Andreas Krieglstein, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion, sagt: „Diese Prüfaufträge und Forderungen begrüßen wir zwar, sie lösen aber nicht die grundsätzliche Problematik der Trassierung, die die Menschen in unseren Ortsteilen Katzwang, Kornburg und Moorenbrunn stark betrifft. Die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger im Nürnberger Süden an uns sind eindeutig: sie fühlen sich von der Leitung bedroht!“ 

In mehreren Anträgen hatte sich die CSU für eine Trassenänderung eingesetzt und die Einhaltung eines Mindestabstandes von 400 Metern zu Wohnbebauung gefordert. Diesen Forderungen wurde in der nun vorgelegten Stellungnahme der Regierung leider keine Rechnung getragen.

Der CSU Ortsvorsitzende von Kornburg, Ingmar Schellhas sagt: „Auch jetzt sind am Verlauf des Korridors für die Trasse noch Änderungen möglich, nicht nur im Detail, sondern es ist abschnittsweise auch eine Verlegung außerhalb des Korridors denkbar und von der Regierung von Mittelfranken angeregt. Es kann nur eine Minimallösung sein, dass diese Änderungen im Planfeststellungsverfahren umgesetzt werden und an entscheidenden Passagen bei Kornburg und in Katzwang der Abstand erhöht wird.“

„Die Trassierung der neuen Juraleitung durch und entlang unserer Wohngebiete im Nürnberger Süden ist nach wie vor unzumutbar. Wir werden uns weiter zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Initiativen vor Ort dafür einsetzen, dass die Pläne so nicht umgesetzt werden“, so Andreas Krieglstein. 

Von: Ingmar Schellhas (Vorsitzender), Sonntag, 17. Juli 2022 - Aktualisiert am Mittwoch, 20. Juli 2022
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