Neues Sammelsystem „Jeder Tropfen zählt“

Region - Altspeisefettsammelstation in Wendelstein in Betrieb genommen – 27 im Landkreis Roth.

  • Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeier Werner Langhans nehmen mit Heiko Lesch und Hubert Zenk (von rechts nach links) von der Betreiberfirma Lesch aus Thalmässing den Sammelautomaten für Altspeisefette und –speiseöle in Wendelstein am Wenden-Center in Betrieb.

    Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeier Werner Langhans nehmen mit Heiko Lesch und Hubert Zenk (von rechts nach links) von der Betreiberfirma Lesch aus Thalmässing den Sammelautomaten für Altspeisefette und –speiseöle in Wendelstein am Wenden-Center in Betrieb.

Im gesamten Landkreis Roth werden ab Mitte Dezember an 27 Standorten über spezielle Sammelautomaten Altspeisefette und -speiseöle aus Privathaushalten entgegengenommen. In Wendelstein wurde die neue Recyclingschiene kürzlich offiziell von Landrat Herbert Eckstein und Bürgermeister Werner Langhans mit Heiko Lesch und Hubert Zenk von der Betreiberfirma Lesch „Jeder Tropfen zählt“ aus Thalmässing in Betrieb genommen.

Der Landkreis Roth weitet in den nächsten Wochen die Pilotsammlung, die in den letzten zwei Jahren in fünf Gemeinden erprobt wurde, auf alle 16 Landkreiskommunen aus. An 27 Standorten werden bis Mitte Dezember die auffällig gestalteten modernen Sammelautomaten stehen. Drei Autoamten werden in der Marktgemeinde Wendelstein aufgestellt (Wenden-Center, Netto-Markt, Kaufland). Mit dieser besonderen Dauersammlung „Jeder Tropfen zählt“ können die Altspeisefette und -speiseöle aus Privathaushalten wohnortnah erfasst werden.

Jeder Haushalt im Landkreis bekommt in den nächsten Tagen eine grüne Sammelflasche mit einem Volumen von 1,2 Litern sowie einen Informationsflyer. Die Flaschen sind modern gestaltet, wertig und leicht handhabbar. Sie sind hitzeresistent und haben eine Füllstandanzeige. Hinweise zur Handhabung sind aufgedruckt. Die Flaschen sind auch mit Blindenschrift versehen.

Jeder Haushalt kann ganz einfach mitsammeln. Die volle Flasche wird in den Sammelautomaten eingegeben. Anschließend „spuckt“ der Automat eine neue, leere Sammelflasche aus. Diese kann dann zu Hause wieder mit Altspeisefetten und Altspeiseölen gefüllt werden.

Aus den gesammelten Speisefetten und Speiseölen wird Biodiesel hergestellt. Somit wird ein wertvoller nachhaltiger Rohstoff zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen genutzt. Der Biodiesel hat eine über 90 Prozent bessere CO2-Bilanz als konventioneller Diesel. Durch die
gesonderte Sammlung werden zudem die öffentlichen Kanal- und Abwassersysteme entlastet.

Weitere Informationen zum Sammelsystem und die Standorte der Sammelautomaten gibt es unter www.jeder-tropfen-zaehlt.de

Von: Norbert Wieser (Pressesprecher), Dienstag, 28. Dezember 2021 - Aktualisiert am Montag, 10. Januar 2022
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Markt Wendelstein« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/markt-wendelstein

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Kommentare

  • Christian Hilbert Mi., 19. Januar 2022 Teilen:

    email vom 22.12.2021 (18:14 Uhr)

    Sehr geehrte Frau Ederer,

    vielen Dank für Ihre email. Gerne gehen wir auf Ihre Fragen ein.

    Zur Sammel-Absicht des Landkreises:
    In den Behälter darf nicht nur Frittierfett, sondern jegliche Art von gebrauchtem Speiseöl und Speisefett - und zwar ungefiltert ! Also Öl von eingelegten Oliven, Schafskäse, Fisch usw. inklusive Kräuter, zudem Fett aus der Pfanne (z.B. von Bratwurst, Schnitzel & Co.), sowie auch abgelaufenes Speiseöl (Oliven-, Sonnenblumen-, Raps-, Distelöl oder Ähnliches). Aus allem wird am Ende Biodiesel mit einer um 90% besseren CO²-Bilanz als Erdöl- Diesel. Das hilft dem Klima und kommt Jedem zugute, auch Allen, die nicht mitsammeln. Ebenso hilft es Allen (Bürger, Kommune, Klärwerk), wenn weniger/kein Altspeisefett mehr im Kanalsystem / Kläranlage landet und sich dadurch die kontinuierlich erheblichen Kosten für die Reinigung, u.a. Spülen mit Frischwasser, reduzieren.

    Zum Behälter:
    Der Mehrweg-Behälter ist bereits zu 20% aus recyceltem Kunststoff und wir arbeiten daran, diesen Anteil zu erhöhen. Das ist aber vor allem aufgrund der notwendigen Hitzebeständigkeit momentan noch sehr schwierig. Die Behälter werden bei uns geöffnet, kontrolliert (Motoröl !), entleert, gereinigt und wieder eingesetzt. Wir würden uns freuen, wenn sie ihren nicht benötigten Behälter bei Gelegenheit auf der Gemeinde abgeben. Sie dürfen ihn aber auch gerne weitergeben, anderweitig nutzen oder im schlechtesten Fall in den gelben Sack stecken.

    Ob es sich lohnt:
    Die Kosten von aktuell 1 € / Bürger + Jahr für Kommune/Landkreis sind reine Selbstkosten („schwarze Null“) und beinhalten sämtliche Kosten für Automaten, Behälter, Abholen und Befüllen, Entleeren und Reinigen, Betrieb und Service der Automaten usw.. Das Sammelsystem funktioniert aufgrund seiner wertigen Komponenten (Sammelbehälter, Automat), seiner funktionierenden Dienstleistung und seiner durch Beides erzielten einfachen Umsetzbarkeit für den Bürger und der Nähe zu ihm. Es wird jedoch immer eine kleinteilige Sammlung mit entsprechendem Aufwand bleiben, die sich niemals alleine durch den Erlös des gesammelten Wertstoffs tragen wird und einer Bezuschussung (z.B. Abfallgebühr + ca. 0,20 €) bedarf. Anders als die „Große Politik“ in München, Berlin und Brüssel sagen wir Jedem offen und ehrlich, dass Energiewende (Biokraftstoffe auf Basis von Altspeisefett), Klimaschutz (CO²-Bilanz) und weniger Abhängigkeit von fragwürdigen Energielieferanten (Rußland, Emirate, usw.) Geld kostet. Und zwar, wie wir finden, kleines Geld im Vergleich zu manch anderen Ausgaben der öffentlichen Hand. Bitte verstehen Sie, daß wir darüber hinaus keine Betriebsinterna zu einzelnen Kosten/Preisen veröffentlichen.

    Unser Heimat-Landkreis Roth hat sich diesen Sommer als ersten Landkreis in Deutschland entschieden, das Sammelsystem flächendeckend einzuführen. Bis Mitte nächsten Jahres werden auch die Bürger der Städte Erlangen und Fürth - nach zweijährigem Pilotprojekt in verschiedenen Stadtteilen - komplett mitsammeln können. Zudem finden Sie auf unserer Internetseite weitere Pilotkommunen, die nicht auf große Entscheidungen aus München, Berlin, Brüssel warten, sondern entschieden für Bürger und Umwelt handeln.

    Ich hoffe Sie fühlen sich nun besser informiert und wünsche Ihnen gesegnete Weihnachtsfeiertage, sowie alles Gute für 2022.

  • Sabine Edere So., 2. Januar 2022 Teilen:

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich dieses Projekt lohnt.
    Leider werden nirgends die Kosten der Investition, Herstellung der Dosen, Reinigung der Dosen,
    Kosten der Container usw. genannt.
    Was kostet so eine Dose, was passiert mit der Dose? Wird diese gereinigt, wiederverwendet????
    Was kostet ein Automat?
    Der Transport?
    Bei uns fällt auch überhaupt kein Altspeisefett an, auch nicht in befreundeten Haushalten
    (ich habe mich umgehört)

    Die Gastronomie und Gewerbe entsortgt Altspeisefett schon lange gesondert, hier fallen größere Mengen an die schon lange wieder verwendet werden.

    Ich denke, hier werden wieder Steuergelder in den Sand gesetzt.

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