Rundbrief der Meier-Alltagsradler 12/2020

Wendelstein - Liebe Freunde, Unterstützer und Interessenten der Meier-Alltagsradler Wendelstein!

Wir hatten uns vorgenommen, Sie künftig häufiger über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten. Nicht nur weil gerade Corona ein persönliches Treffen unmöglich macht oder weil es die Zeit der Jahresausklang-Rundschreiben ist, sondern weil sich in den letzten Tagen und Wochen eine ganze Menge bei den Alltagsradlern getan hat. Und ich denke, darüber sollten Menschen wie Sie, denen ein fahrradfreundliches Wendelstein am Herzen liegt, zeitnah informiert werden.

Erst einmal aber möchten wir uns bei Ihnen für Ihre erfreulich rege Teilnahme am ADFC-Fahrradklimatest bedanken. Sage und schreibe knapp 150 Wendelsteiner haben sich heuer bei der alle zwei Jahre stattfindenden Befragung beteiligt. Das ist, wenn man die Beteiligung in anderen Kommunen betrachtet, enorm viel. Leider müssen wir uns bis zum Vorliegen des Auswertungsergebnisses bis März 2021 gedulden.

Wie es auch ausfällt - an dem Ergebnis werden Planer und Politiker angesichts der hohen Beteiligung kaum vorbeikommen. Und es wird sicher auch Einfluss auf die im Jahr 2021 anstehende Erarbeitung des Verkehrskonzepts für Wendelstein haben. Gut, dass wir in der kommunalen Lenkungsgruppe, welche die Erarbeitung des Verkehrskonzepts begleitet, mit zwei Vertretern unserer Radverkehrs-AG, Klaus Tscharnke und Jürgen Buchard (Vertreter), präsent sind und so den Anliegen der örtlichen Radfahrszene ausreichend Nachdruck verleihen können.

Unabhängig davon trafen wir Ende November mit Vertretern des Bau- und Verkehrsreferats zum alljährlichen Radverkehrsdialog zusammen. Zweieinhalb Stunden haben wir mit drei Vertretern der Gemeindeverwaltung unser siebenseitiges Vorschlags- und Forderungspaket beraten, Bilanz gezogen und neue Aktionen für ein besseres Fahrradklima in Wendelstein beraten. Hier in aller Kürze ein paar Schlaglichter, die andeuten, dass man auch im Wendelsteiner Rathaus allmählich die Zeichen der Zeit zu erkennen scheint:

- Auch 2021 werden Gemeinde und die Meier-Alltagsradler wieder in einer Gemeinschaftsaktion für die Teilnahme an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ Sofern es die Corona-Situation erlaubt, soll im Mai eine Auftaktveranstaltung auf dem Wendelsteiner Badhausplatz mit Infoständen und Aktionen stattfinden.

- Thema bleibt weiterhin die Einrichtung neuer bzw. die Verbesserung bestehender Radeinfädelspuren an abrupt endenden Radwegen, etwa in Röthenbach am Richterhaus, beim Sorger Feuerwehrhaus und entlang der Röthenbacher Straße in Höhe des TSV Wendelstein. Die Gemeinde will danach die erst im Vorjahr eingerichteten Einfädelspuren in Röthenbach und Sorg nachbessern, etwa mit Fahrbahnverengern für den Autoverkehr und einer entsprechenden Markierung (weißen Linien) auf dem Radweg. Beim TSV soll eine Einfädelspur angelegt werden.

- Verbessert werden soll auch die Radwegführung im Röthenbacher Altort. Auf dem vom Richterhaus in Richtung Altort führenden Geh- und Radweg fehlen in Höhe der Einmündung Tiefentalstraße Hinweise auf die weitere Radwegführung. Den Vertretern des Baureferats leuchtete die Problematik ein. Zusammen mit der Polizei und nach Rücksprache mit den Meier-Alltagsradlern will die Gemeinde nun drei Varianten prüfen, die dann hoffentlich für mehr Klarheit bei der Radwegführung sorgen.

- Auf dem Radweg hinter (also westlich) der Einfamilienhäuser beim Richterhaus will die Gemeinde die Beleuchtung verbessern. Es sollen im mittleren Radwegabschnitt zwei zusätzliche Leuchten angebracht werden. 

- Sicherer machen will die Gemeinde auf Vorschlag der Meier-Alltagsradler außerdem schlecht einsehbare kurvige Radweg-Abschnitte in Röthenbach in Höhe der Schwarzach-Siedlung und auf dem Zollhaus-Radweg bei der Staatsstraßen-Unterquerung in Höhe der Schwarzach. In beiden Fällen sollen durchgezogenen Mittellinien und Richtungspfeile Radfahrer dazu ermuntern, den Kurvenabschnitt rechtsseitig (also ohne Kurvenschneiden) zu passieren. Beim Zollhaus-Radweg muss allerdings noch die Zuständigkeit für den Radwegabschnitt geklärt werden (Gemeinde oder Staatliches Bauamt).

- Kompetenzgerangel verhindert im Moment auch noch Verbesserungen an der ausgewaschenen und stark verwurzelten Auffahrt vom Kastanienweg in Wendelstein zum Alten Kanal. Da für den baumbestandenen Damm das Wasserwirtschaftsamt zuständig ist, kann die Gemeinde nicht so einfach tätig werden. Die Gemeinde will sich dennoch um eine „Lösung auf dem kleinen Dienstweg“ bemühen.

- In Wendelstein könnte es, so die Hoffnung der Meier-Alltagsradler, bald schon eine erste Fahrradstraße Inspirieren lassen wollen sich die Teilnehmer des Radverkehrsdialogs dabei von einer Vor-Ort-Besichtigung erst unlängst angelegter Nürnberger Fahrradstraßen. Organisieren will den Kontakt zu dem Nürnberger Fahrradbeauftragten unsere Wendelsteiner Umwelt- und Mobilitätsbeauftragte Elvira Kühnlein, die erstmals an dem Radverkehrsdialog teilgenommen hatte.

Liebe Radelfreunde, jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen alles Gute zu Weihnachten und einen guten Rutsch zu wünschen. Und natürlich daran zu erinnern, dass wir für Ihre Anregungen, Hinweise und Kritik stets offen sind.

Sie haben Lust bei uns mitzuarbeiten? Gerne! Melden Sie sich einfach bei unserem Sprecher Klaus Tscharnke unter der Mail-Adresse: ktscharnke@-t-online.de

Ihre AG Radverkehr der Meier-Alltagsradler Wendelstein

Horst Bauer
Jürgen Buchard
Beatrice Schuchmann-Tscharnke
Klaus Tscharnke
Meik Walker
Helmut Wirkner
Hubert Zillner

Von: Klaus Tscharnke (Sprecher der AG Radverkehr der Meier-Alltagsradler), Mittwoch, 16. Dezember 2020 - Aktualisiert am Freitag, 22. Januar 2021
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »meier Alltagsradler« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/alltagsradler

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