Therapiehunde helfen ohne Risiken und Nebenwirkungen

Nürnberg und Umgebung - Oft haben Seniorinnen und Senioren ihre Lebenspartner schon verloren und die Kinder leben weit entfernt. Sie werden von Krankheiten geplagt und auch der frühere Freundes- und Bekanntenkreis ist im Laufe der Jahre kleiner geworden oder es gibt ihn gar nicht mehr. Auch mangelt es vielen betagten Menschen häufig an körperlicher Zuwendung und deshalb sind sie in ihrer letzten Lebensphase oft sehr einsam.

  • Therapiehund-Einsatz im Seniorenheim

    Therapiehund-Einsatz im Seniorenheim
    © Therapiehunde Deutschland

Ein Therapiehund ist wie Balsam für die Seele, denn die Hunde laden Menschen zum Körperkontakt ein. Berührungen sind für den Menschen lebenswichtig – ein Mensch, der nicht berührt wird, verkümmert physisch oder psychisch und versteinert geradezu. Die Begegnung mit dem Hund soll auch Menschen, die Berührungen sonst eher ablehnend gegenüberstehen, eine Chance bieten, selbst zu streicheln und vom Hund unaufdringlich berührt zu werden. Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen fühlen sich oft „überflüssig“. Ein Hund löst diese negativen Gefühle auf, denn ihn stören weder Krankheiten noch Alter, unangenehme Gerüche, Gedanken usw. – er nimmt die Menschen einfach so an, wie sie sind und vermittelt ihnen durch sein empathisches Verhalten wieder ein neues Selbstwertgefühl. Ein Therapiehund fordert den Menschen mittels Körpersprache auf: „Spiel mit mir und streichle mich! Gib mir etwas Leckeres oder begleite mich auf einem Spaziergang!“ Für den Hund ist jeder Mensch etwas Besonderes.

Die Seniorinnen und Senioren fühlen sich bedingungslos akzeptiert. Durch den regelmäßigen Besuch eines Therapiehundes spüren sie  Wärme, Zuneigung und Vertrauen und haben die Gelegenheit, wieder selbst zu handeln und von sich aus Gutes und Liebes zu tun. So bemühen Demenzkranke oftmals ihr Langzeitgedächtnis, weil sie sich etwa an vergangene Situationen mit ihrem eigenen Hund erinnern. Aber auch das Kurzzeitgedächtnis ist gefordert, indem sie den Namen des Hundes wissen wollen und vielleicht auch das eine oder andere über das Tier erfahren möchten. Zudem wird die Motorik trainiert, denn  um einen Hundekörper zu streicheln, sind ganzheitliche Bewegungen von Schultern, Armen und Händen nötig. Die Feinmotorik wird durch die vorsichtige Gabe von kleinen Leckerbissen oder das Befühlen der Hundeschnauze gefördert. Auch die Hundeführerin oder der Hundeführer wirkt durch ihre/seine Anwesenheit, ihre/seine Gespräche und ihre/seine Aufmerksamkeit positiv auf die betagten Menschen ein und bringt dadurch Abwechslung  in deren gewohnten Tagesablauf. 

Ein Therapiehund kann die meist selbstgebauten und anscheinend undurchdringlichen Mauern einreißen und die Senioren aus ihrer Isolation  herauslösen. Die Menschen erkennen mit der Zeit, dass da jemand ist, der sie so akzeptiert, liebt und nimmt, wie sie sind. Dieses Erlebnis eröffnet die Möglichkeit zu neuen sozialen Kontakten mit anderen Menschen, was sich wiederum positiv auf das Lebensgefühl und die Lebensqualität auswirkt. Beim Streicheln der Hunde und beim Verteilen von Leckerchen erleben die Seniorinnen und Senioren Glücksmomente und sie entspannen sich. Tägliche Routine und Gleichförmigkeit werden unterbrochen und dadurch entstehen neue, positive Eindrücke. Therapiehunde tragen so zu einem ausgeglichenen, friedlichen und harmonischen Miteinander bei. Tiergestützte Therapie bzw. tiergestützte Fördermaßnahmen können positiv verändern, lindern und helfen heilen!

Kontakt und Informationen: www.therapiehunde-deutschland.team –  Telefon: 0911.884008

Von: Sabine Beck (freie Journalistin - die.schreiberei@web.de), Mittwoch, 19. Mai 2021 - Aktualisiert am Freitag, 21. Mai 2021
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