Unternehmertreffen und Betriebsbesichtigung des BDS-Wendelstein bei Walther Wolf GmbH in Wendelstein

Wendelstein - Der BDS-Wendelstein veranstaltete eine Betriebsbesichtigung bei der Walther Wolf GmbH, dem "hidden champion" in Wendelstein für Formenbau, an der auch Unternehmer aus dem Bezirk Mittelfranken teilnahmen.

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Nach Begrüßung der Gäste durch den BDS-Ortsvorsitzenden, Hermann E. Hein, übernahm der Gastgeber Jochen Dorlöchter das Wort und stellte sein Unternehmen, das bereits 1907 gegründet wurde und bis heute auf 50 Mitarbeiter wuchs, den Gästen vor.

Die Walther Wolf GmbH ist ein hochmodernes Unternehmen für den Formenbau mit Spezialisierung im Bereich Mess- und Graviertechnik.

„Mit unserem Messlabor können wir die Spritzwerkzeuge nach Kundenwünschen rekursieren und schnell Maßkorrekturen vornehmen. Mit Korrekturschleifen für maßliche und formtechnische Verbesserungen wird das Spritzwerkzeug in kürzester Zeit serienreif“, so Dorlöchter.

In einem vollklimatisierten Messraum werden optisch und taktil im 3D Verfahren Messungen bis 2.400 mm auch von größeren Bauteilen realisiert.

Ein Highlight ist das patentierte Trockenfräsen mit dem Mediumverteiler, der mit Luftdruck - statt Wasser - den Fräsprozess revolutioniert. Durch weniger Schmiermittel, sowie dem nicht mehr anfallenden „Wasser-Öl-Gemisch“ trägt das Trockenfräsverfahren zu weniger Umwelt- sowie Raumklimabelastung bei, das bis dato nur von sehr wenigen Betrieben angewendet wird!

Das Novum ist die 23 Meter lange Fertigungslinie, die für den Formenbau Europas aber auch wahrscheinlich die Weltweit längste robotergesteuerte Fertigungszelle ist!

Ausgestattet ist diese Fertigungslinie mit 2 Fräs-, 2 Laser-, 2 Erodier-, einer Reinigungs- und einer Messmaschine! Mit diesem Know-how kann 24 Stunden an 7 Tagen produziert werden!

Nach der Besichtigung und Vorführung der Maschinen wurde ein wichtiges Thema für Arbeitgeber und Arbeitnehmer angesprochen; die sehr hohe Steuerlast in Deutschland. In kaum einem anderen Land müssen Unternehmer mehr Steuern zahlen als in Deutschland. Ebenso sieht es bei den Arbeitnehmern aus. Die Kalte Progression (Netto vom Brutto) ist nach wie vor zu hoch. Ein einheitliches EUROPA benötigt einheitliche Gesetze und mehr "Netto vom Brutto" sonst macht sich eine Gehaltserhöhung für den Arbeitnehmer (nicht) kaum bemerkbar.

Auch die Subventionspolitik in Deutschland und der EU blieben nicht außen vor, lt. Dorlöchter sollte es hier ein Umdenken geben. Durch die extremen Unterschiede der Förderquoten kann kein fairer Wettbewerb mehr stattfinden. Durch unsere Steuergelder finanzieren wir so unsere – vor allem ausländische - Konkurrenz und tragen zu einem Verlust von heimischen Arbeitsplätzen bei.

Nach einer Beeindruckenden Besichtigung und Diskussion bedankte sich der Vorsitzende Hein bei Herrn Dorlöchter und übergab, wie es für den BDS üblich ist, ein Präsent. Als Schlusswort gab der BDS-Vorsitzende noch auf den Weg: „Egal welche Größe das Unternehmen hat, man muss heutzutage als Unternehmer mehr Zeit und Engagement den Mitarbeitern entgegenbringen. Letztendlich wird es sich auszahlen, denn zufriedene Mitarbeiter machen auch den Unternehmer zufrieden!“

Im Anschluss hat Jochen Dorlöchter alle Teilnehmer zu einem Imbiss eingeladen und das so wichtige „miteinander reden“ konnte beginnen.

Von: Hermann Hein (Vorstandschaft des BDS-Wendelstein), Freitag, 27. September 2019 - Aktualisiert am Donnerstag, 24. Oktober 2019
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »BDS-Wendelstein »Bund der Selbstständigen«« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/bds-wendelstein
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