Warum gibt es in Sperberslohe keinen Fußgängerüberweg?

Wendelstein - Die Bürgerinitiative wird in den nächsten Wochen über die Probleme entlang der Staatsstraße in Sperberslohe informieren. In unserem heutigen Beitrag steht der fehlende Fußgängerüberweg im Mittelpunkt.

  • Die Luftaufnahme zeigt die Messstelle mit 140 km/h, die Schulbushaltestellen und den gewünschten Fußgängerüberweg

    Die Luftaufnahme zeigt die Messstelle mit 140 km/h, die Schulbushaltestellen und den gewünschten Fußgängerüberweg
    © Marktgemeinde Wendelstein Planungsunterlagen bearbeitet durch die Bürgerinitiative Sperberslohe

  • Bereits im Jahre 2005 wurden Maßnahmen gegen die Raser beantragt. Passiert ist bislang nichts.

    Bereits im Jahre 2005 wurden Maßnahmen gegen die Raser beantragt. Passiert ist bislang nichts.

  • Vor Freude tanzende Fußgänger markieren den fehlenden Zebrastreifen

    Vor Freude tanzende Fußgänger markieren den fehlenden Zebrastreifen

  • Wegen fehlender Borsteinabsenkungen oder schmaler Gehwege müssen Rollstuhlfahrer die Straße benutzen

    Wegen fehlender Borsteinabsenkungen oder schmaler Gehwege müssen Rollstuhlfahrer die Straße benutzen

Auf der Staatsstraße 2225 kommt es aufgrund überhöhter Geschwindigkeiten immer wieder zu tödlichen Unfällen. Diese hohen Geschwindigkeiten werden bis in den Ort hinein gefahren. Die Marktgemeinde hat im Bereich des Gasthauses eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h und der TÜV Rheinland innerorts von 158 km/h gemessen.

So ist es nicht verwunderlich, dass Schulkinder von der Schulbushaltestelle abgeholt werden, weil das Queren der Staatsstraße wegen eines fehlenden Überweges für Kinder zu gefährlich ist.

Ältere und besonders behinderte Menschen sind hiervon ebenfalls betroffen. Rollstuhlfahrer müssen zudem schräg die Straße queren oder auf der Straße entlang fahren, weil die gegenüberliegende Seite von Bordsteinen blockiert ist.

Die Straße ist außerdem Umleitungsstrecke für die Autobahn. Bei Sperrung oder Stau auf der Autobahn fließt ein starker Kolonnenverkehr durch Sperberslohe. In einer solchen Situation kann die Straße minutenlang nicht überquert werden. Dies ist sehr problematisch für ungeduldig wartende Schulkinder, die nach Hause möchten.

Ein sogenannter „Zebrastreifen“ wird von Verkehrswissenschaftlern und den Unfallforschern der Versicherungswirtschaft als komfortabel und sicher angesehen. Die Unfallzahlen belegen dies sehr deutlich. Sie sind zudem preiswert herzustellen.

Im Bereich des Gasthauses könnte ein solcher Überweg für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Dort befinden sich auch die Bus- und Schulbushaltestellen.

Zuständig hierfür ist das Landratsamt Roth. Leider unterstützt der Landrat Herr Eckstein unser Anliegen nicht. Er verweist auf die Marktgemeinde Wendelstein, die allerdings nicht zuständig ist und auch keine Veränderung an der Straße vornehmen darf.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Rückmeldung: Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit Zebrastreifen gemacht? Ist für Sie die Querung einer Straße mit Hilfe eines Zebrastreifens sicherer als ohne markierten Überweg? Kennen Sie vergleichbare Situationen? Wie ist es dort geregelt?

Auf der Internetseite www.buergerinitiative-sperberslohe.de können Sie uns Ihre Erfahrungen oder Meinungen per Kontakt-Formular oder durch einen Gästebucheintrag zukommen lassen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle auch ganz herzlich für die Rückmeldungen, die wir auf unseren ersten Beitrag erhalten haben.

Für die Bürgerinitiative Sperberslohe

Elena Barnjak und Lucia Ritter

www.Buergerinitiative-Sperberslohe.de

Von: Hartmut Schröder (Sprecher der Bürgerinitiative), Sonntag, 19. Februar 2017 - Aktualisiert am Mittwoch, 22. Februar 2017
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Bürgerinitiative Sperberslohe« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/biss-sperberslohe
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