Was tun gegen »Eisfüße«

Schwabach - Kalte Füße und Hände plagen uns häufig während der kalten Jahreszeit. Vor allem Frauen kriechen im Winter oft mit Eisfüßen ins Bett. Doch kalte Füße sind nicht nur unangenehm, manchmal stecken auch Erkrankungen hinter den Beschwerden. Wenn die Füße auch im Sommer ständig erkalten, sollte man die Gründe durch einen Arzt abklären lassen. Ansonsten gibt es verschiedene Tipps und Tricks, die den kalten Füßen wieder einheizen und zu einem besseren Wohlbefinden beitragen. Lesen Sie hier, was gegen Eisfüße hilft.

  • © OCC

  • © Lana Grossa

  • © Lana Grossa

  • © OCC

  • © Lana Grossa

  • © Lana Grossa

Eine der häufigsten Ursachen ist Kälte von außen. Wenn die Temperaturen sinken, versucht unser Körper, alle wichtigen Organe zu versorgen und vor Kälte zu schützen. Damit es Gehirn, Herz und alle wichtigen Organe es warm haben, wird den Füßen und Händen die Wärme entzogen und umverteilt. Der Organismus kann die Wärme selbstständig regulieren, indem er die Gefäße verengt und so den Transport von warmem Blut in Richtung der Hände und Füße drosselt. Die verengten Gefäße werden schlechter mit Blut versorgt, die Finger und Zehen kühlen aus. Deswegen ist es in Herbst und Winter hilfreich gegen Kälte, dicke Socken und Handschuhe anzuziehen. In Extremsituationen mit sehr niedrigen Temperaturen können ungeschützte Gliedmaßen durch den Blutentzug sogar absterben. Die richtige Kleidung spielt in der kalten Jahreszeit natürlich eine wichtige Rolle: Enge Schuhe oder Socken mit engem Bündchen drücken auf die Blutgefäße und sind somit ein Hindernis für eine ausreichende Durchblutung. Frostige Temperaturen mit Nässe und einer nicht angemessenen Kleidung sind also typische Ursachen für kalte Füße und Hände.

So schützen Sie Ihre Füße im Winter:

Warme Socken: Warme Socken sind eine gute Dämmung gegen Kälte und können verhindern, dass die Füße auskühlen. Die Socken sollten dick sein und locker sitzen. Enge Bünde verengen die Blutgefäße und verschlimmern so das Problem.

Schweißfüße vermeiden: Nässe kühlt die Füße noch mehr aus. Deswegen sollten die Socken gewechselt werden, sobald sie durch den Schweiß feucht geworden sind. Socken aus hochprozentiger Schurwolle nehmen mehr als 30% des Eigengewichts an Feuchtigkeit auf ohne sich feucht anzufühlen und sind somit besonders geeignet.

Keine engen Schuhe: Ein enges Schuhwerk drückt auf die Gefäße und verschlechtert die Durchblutung. Die Folge sind kalte Füße.

Fußbäder: Ansteigende Fußbäder mit anschließendem Trockenrubbeln regen die Durchblutung an und weiten verengte Gefäße. Dabei sollte das Fußbad durch Zugießen von heißem Wasser nach und nach von etwa 33 auf 40 Grad Celsius erwärmt werden.

Wärmflasche: Wärmflaschen wärmen ausgekühlte Füße schnell auf und vermeiden Eisfüße im Bett.

Fußmassagen: Sanfte Massagen fördern die Durchblutung. Dazu kann zum Beispiel ein Igelball verwendet werden.

Zehengymnastik: Im Büro helfen bereits kleine Übungen wie das Wackeln mit den Zehen und das Kreisen der Füße.

Fußcreme: Cremes mit durchblutungsfördernden Wirkstoffen können helfen, die Füße aufzuwärmen.

Kalten Füßen vorbeugen
Eisfüßen lässt sich gezielt vorbeugen, vor allem, indem man die Durchblutung anregt. Gefäße lassen sich durch ein Wechselspiel aus Wärme und Kälte trainieren. Im Sommer ist das Wassertreten beliebt. Das eisige Wasser sorgt für eine kribbelnde Haut und regt die Durchblutung an. Im Winter hat ein kurzer Aufenthalt im Schnee dieselbe Wirkung. Die Füße sollten anschließend sofort abgetrocknet und gewärmt werden. Aber auch Wechselbäder oder Besuche in der Sauna fördern die Durchblutung.

Fußgymnastik wirkt ebenfalls vorbeugend. Eine besonders effiziente Übung ist das Aufheben von Gegenständen mit den Zehen. Dafür wird zum Beispiel ein Stift fallen gelassen. Um den Fuß noch mehr zu fordern, sollte der Stift so lange wie möglich mit den Zehen festgehalten werden.

Ausreichend Wasser trinken: Wird viel getrunken, kann das Blut besser zirkulieren. Ein Flüssigkeitsmangel verdickt die Konsistenz des Blutes.

Kein Alkohol: Alkohol entzieht dem Körper Wasser und verstärkt damit die Symptome.

Sport: Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung.

Rauchen aufgeben: Nikotin verengt die Gefäße und ist ein Risikofaktor für viele Erkrankungen.

Von: Ulrike Henn, Samstag, 02. Dezember 2017 - Aktualisiert am Donnerstag, 07. Dezember 2017
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »filArt kreativ - Handarbeiten« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/filart
Empfehlen Sie diesen Artikel:

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.