Fahrradbeauftragter für Wendelstein: Martin Luff

Wendelstein - Mit dem Fahrradbeauftragten Martin Luff (Bündnis 90/DIE Grünen) haben Wendelsteiner Bürger künftig einen direkten Ansprechpartner in Sachen Radverkehr.

  • Fahrradbeauftragter für Wendelstein: Martin Luff (Bündnis 90/DIE Grünen)

    Fahrradbeauftragter für Wendelstein: Martin Luff (Bündnis 90/DIE Grünen)

  • Völlig widersinnige Radverkehrsführung am Kleinschwarzenloher „Monsterkreisel“: Radfahrer aus Kornburg in Richtung Neuses werden zur Nutzung des Fußgängerwegs entgegen der Kreisverkehrsrichtung gezwungen – da wechseln viele lieber auf die vielbefahrene Straße.

    Völlig widersinnige Radverkehrsführung am Kleinschwarzenloher „Monsterkreisel“: Radfahrer aus Kornburg in Richtung Neuses werden zur Nutzung des Fußgängerwegs entgegen der Kreisverkehrsrichtung gezwungen – da wechseln viele lieber auf die vielbefahrene Straße.
    © Klaus Tscharnke

  • 200 Meter Radweg fehlen, dann könnten viele Radfahrer die viel befahrene Leerstetter Straße meiden. Trotzdem: Beim dringend notwendigen Radweg-Lückenschluss im Süden Wendelsteins tut sich seit Jahren nichts.

    200 Meter Radweg fehlen, dann könnten viele Radfahrer die viel befahrene Leerstetter Straße meiden. Trotzdem: Beim dringend notwendigen Radweg-Lückenschluss im Süden Wendelsteins tut sich seit Jahren nichts.
    © Klaus Tscharnke

Das Gemeinderatsmitglied soll ergänzend zu seiner Aufgabe als gemeindlicher Umweltbeauftragter als Scharnier zwischen Nutzern des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad und der Gemeindeverwaltung fungieren.

Auch bei Verkehrsplanungen sollte er dafür sorgen, dass neben den Umweltinteressen auch die Belange des Radverkehrs stärker berücksichtigt werden. Bürgermeister Werner Langhans (CSU) kam damit bei einem Austausch mit den meier-Alltagsradlern der wiederholt vorgebrachten Forderung der Radverkehrsinitiative nach.

Die meier-Alltagsradler werten dies als ermutigendes Zeichen: „Wir freuen uns, dass wir mit unseren Anliegen auf offene Ohren stoßen und hoffen, darauf in Zukunft weiter aufbauen zu können“, betonte der Sprecher der Arbeitsgruppe Radverkehrspolitik der meier-Alltagsradler, Klaus Tscharnke.

Weitere Teile des vereinbarten Maßnahmen-Pakets zur Verbesserung des Radverkehrsnetzes in Wendelstein:

• Zum Erfahrungsaustausch und zur Ergänzung eigener Vorstellungen und Konzepte besuchen Vertreter der Gemeinde zusammen mit dem gemeindlichen Fahrradbeauftragten und Vertretern der meier-Alltagsradlern eine nachweislich besonders fahrradfreundliche Kommune. Im Gespräch ist beispielsweise die Gemeinde Gunzenhausen.

• Bürgermeister Langhans versicherte, dass die Gemeinde bei ihrer Umweltpolitik auch auf das klimaschonende Verkehrsmittel Fahrrad setzt. Für wünschenswert hält er die Entwicklung oder Weiterentwicklung von so etwas wie einem „Spirit of Bike“ in Wendelstein. Er verweist dabei auf den Verleih von E-Bikes durch die Gemeindewerke. Das schon länger geforderte Radverkehrskonzept lehnt Langhans allerdings ab.

Darüber hinaus erörterten die Vertreter der meier-Alltagsradler eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen, mit denen aus Sicht der Radelinitiative das Radfahren in Wendelstein sicherer und attraktiver werden würde. Hier eine kleine Auswahl:

• Laut Bürgermeister Langhans sollen endlich Radwege entlang der Staatsstraßen nach Pyrbaum und Allersberg gebaut werden. Die Gemeinde will den Bau beider Radwege vorfinanzieren.

• Zur Entschärfung der für Radfahrer unübersichtlichen Verkehrsführung auf dem Weg durch die Kleingartenanlage zwischen Otto-Hübner-Ring und dem FV Wendelstein sollen Wegmarkierungen (trennende Mittelstreifen und Pfeilsymbole auf dem Asphalt) auf möglichen Gegenverkehr hinweisen.

• Die Gemeinde prüft, im Rahmen der Sanierung der Mühlstraße im Altort zumindest einen Teil des Pflasters radfreundlicher zu gestalten. Damit würde die Straße als Alternativroute für einen Teil des Radverkehrs auf der gefährlichen Nürnberger Straße interessant. Einen Zeithorizont, wann die Sanierung geplant ist, nannte die Gemeinde nicht.

• Wegen der gefährlichen Situation für Radfahrer auf der Nürnberger Straße prüft die Gemeinde die einseitige Anlage eines Fahrradstreifens. Dieser verspricht zwar keinen absoluten Schutz für Radfahrer, sensibilisiert aber Autofahrer für den dortigen Radverkehr, der zwischen Altem Kanal und dem Altort kaum Ausweichmöglichkeiten hat.

Von: Klaus Tscharnke, Montag, 30. Januar 2017 - Aktualisiert am Montag, 30. Januar 2017
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »meier Alltagsradler« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/alltagsradler
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