Neues Buskonzept für den Nürnberger Süden

Kornburg - Worzeldorf - Die VAG prüft gemeinsam mit dem Verkehrsplanungsamt gerade eine neue Buslinie. Mein Optimismus für diese neue Linie zur Bauernfeindstraße steigt

  • Bauernfeindstraße: das Ziel für die neue Buslinie

    Bauernfeindstraße: das Ziel für die neue Buslinie
    © dix

Die erste Idee stammt von 2009 durch einen Antrag von mir über die SPD-Fraktion, der in der Folge von der ÖDP und jetzt als gemeinsamer Antrag von SPD/CSU/Grüne/ÖDP mit Unterstützung des Bürgervereins Kornburg aufgegriffen wurde.

Das Verkehrsplanungsamt bearbeitet gerade Pläne für die Infrastruktur, z.B. für die beiden Endhaltestellen. Außerdem ist eine Beschleunigung der Linie, insbesondere an der Kreuzung Münchener Straße / Zollhausstraße notwendig.

Zusätzlich wird zum Fahrplanwechsel ab 1. Dezember 2019 bei der Linie 51 der Abendtakt verdichtet, d.h. der 20 Minuten-Takt wird verlängert.

Ich hoffe, dass durch eine bessere Anbindung mehr Pendler aus dem Landkreis Roth, Worzeldorf und Kornburg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen und sich in Folge dessen die Verkehrsbelastung von Worzeldorf und Kornburg reduziert. Außerdem wäre diese Maßnahme ein kleiner Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen und in Folge zum Klimaschutz.

Unsere Wälder

In Nürnberg steht das Thema Erhalt und Schutz der Wälder seit vielen Jahren auf der Agenda. Die in der letzten Stadtratssitzung beschlossene Unterschutzstellung von 94ha zusätzlichen Bannwald setzt diese Politik konsequent fort. Bei der Frage nach der Realisierung des Hafenindustriegebiets-Süd oder der Flughafen-Nordanbindung stand die Partei des heutigen Baumfreunds Söder noch ziemlich stramm auf der Seite derer, die die wertvollen Waldflächen gerne zugunsten von weiteren Verkehrs- und Industrieflächen geopfert hätten. Der Weitsicht des Oberbürgermeisters Uli Maly sei es zu verdanken, dass dieser unwiederbringliche Verlust an wertvollen Waldflächen verhindert werden konnte.

Die SPD betont, dass es wichtig sei, an dieser Linie festzuhalten, da der Reichswald eine herausragende Bedeutung für Klima, Wasserhaushalt, Luftreinigung und Naherholung der Stadtbevölkerung hat. In Zeiten des Klimawandels bedeute dies auch, das Thema Waldumbau hin zu klimafesten Baumarten anzugehen. Dabei kommt neben den Staatsforsten auch dem Tiergarten eine wichtige Rolle zu. Dieser pflegt ca. 200 Hektar städtischen Wald.

SPD-OB-Kandidat Thorsten Brehm lobt dabei Projekte des Tiergartens wie den „Schulwald“. Mit dem Schulwald soll ein – gerade im Hinblick auf den Klimawandel – stabiler, zukunftsfähiger Mischwald aufgebaut werden. Schüler der Bismarckschule helfen bei der Pflege der Jungbäume. Damit erfahren die Schülerinnen und Schüler auch, dass sie ganz direkt und praktisch etwas gegen die Klimaerwärmung unternehmen können. Gleichzeitig machen sie Naturerfahrungen, die heute nicht mehr selbstverständlich sind und lernen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.

Der Nürnberger Reichswald mit einer Gesamtgröße von 240 Quadratkilometern ist eine der größten zusammenhängenden Waldflächen in unmittelbarer Nähe einer deutschen Großstadt, der sich im Süden bis nach Worzeldorf und Kornburg ausdehnt. In großen Teilen wurde er 1980 als erster Bannwald Bayerns unter Schutz gestellt und blieb dadurch in seiner Flächensubstanz erhalten. 

Ihr Harald Dix

Ehrenamtliches Mitglied des Nürnberger Stadtrates

SPD – Fraktion

Von: Harald Dix (Stadtrat), Sonntag, 17. November 2019 - Aktualisiert am Mittwoch, 27. November 2019
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Harald Dix« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/harald-dix
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Kommentare

  • Martin Mändl Mo., 2. Dezember 2019 Teilen:

    Ich finde den Ansatz, ein neues Buskonzept zu entwickeln, wirklich gut. Schade finde ich, dass nicht weiter gedacht wird. Die Welt und auch das Einzugsgebiet Nürnbergs endet nicht in Kornburg oder Worzeldorf. Notwendig ist eine Weiterführung der Linie nach Klein- und Großschwarzenlohe, Schwand etc. - den von dort kommen die Pendler, die durch Kornburg fahren. Nur durch die Vernetzung der Gemeinden ist das Problem zu lösen.

    Martin Mändl
    Wendelstein

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