Unabhängig und aktiv: IBgW bleibt auch 2020 dran

Wendelstein - Ganz gleich wie die Kommunalwahlen im März nächstes Jahr ausgehen – die Initiative „Bürger gestalten Wendelstein“ (IBgW) verspricht auch für das Jahr 2020 einen engagierten und parteiunabhängigen Einsatz für transparente Kommunalpolitik mit frühzeitiger Einbeziehung der Bürgerschaft in allen zentralen Fragen. Die parteiunabhängige Ortsinitiative werde sich angesichts des rasanten Klimawandels außerdem für eine rasche Verkehrs- und Energiewende auf lokaler Ebene einsetzen, kündigte IBgW-Sprecherin Kristin Seelmann in einer Erklärung zum Jahresabschluss an. „Die IBgW bleibt auch 2020 dran“, verspricht die IBgW-Sprecherin. Vor viereinhalb Jahren hatte sich die Initiative als Plattform von Bürgern für Bürger gegründet, die die Zukunft ihres Ortes aktiv mitgestalten wollen.

  • "Verkehrswende?" - Blick in den Wendelsteiner Altort an einem ganz normalen Samstagvormittag.

    "Verkehrswende?" - Blick in den Wendelsteiner Altort an einem ganz normalen Samstagvormittag.
    © Klaus Tscharnke

Die Lage sei inzwischen so ernst, das zeige nicht zuletzt der vom EU-Parlament ausgerufene Klimanotstand, dass der Einsatz derzeitiger Maßnahmen zur Eindämmung des CO2-Ausstosses nicht ausreichten. Gewisse Hoffnungen verbindet die Ortsinitiative mit dem von der Gemeinde geplanten Verkehrskonzept, das ein Fachbüro in den nächsten beiden Jahren erstellen soll. Ein solches Konzept macht nach IBgW-Einschätzung aber nur mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung Sinn. Dabei müssten allerdings Bürger unter neutraler Moderation ihre Alltagserfahrungen im Wohnumfeld in Sachen Verkehr einbringen dürfen. Gemeinsam können so für die drängendsten Verkehrsprobleme im Ort akzeptable Lösungen erarbeitet und eine Umsetzungsstrategie entwickelt werden.

Zum Jahresanfang wird die IBgW ihren Fokus auf die Kommunalwahl am 15. März legen. „Vorrangig geht es darum, Leute dazu zu bewegen, sich an der Wahl zu beteiligen“, betont IBgW-Sprecherin Seelmann. Wer wählt, sollte sich aber vorher mit Parteien und Kandidaten und ihrer Politik intensiv auseinander setzen. Die Möglichkeit, den Spitzenkandidaten auf den Zahn zu fühlen, bietet die IBgW mit ihrer Wahlpodiumsdiskussion am Aschermittwoch (26. Februar 2020). Zu Beginn der heißen Wahlkampfphase wollen sich die Spitzenkandidaten aller in Wendelstein antretenden Parteien und Gruppierungen den Fragen der Bürger stellen.

Desweiteren will sich die IBgW 2020 dem Thema „5G – Wie und wo kann die Gemeinde Einfluss nehmen?“ widmen. Bei einem der Monatstreffen sollen sowohl Gegner der nach ihren Erkenntnissen gesundheitsschädlichen Strahlung als auch moderate Befürworter Gelegenheit erhalten, ihre Einsichten und Argumente zu präsentieren. „Auf einer anderen Veranstaltung wollen wir uns im Laufe des neuen Jahres mit der Frage auseinandersetzen, welche Beiträge zur Energiewende auf kommunaler Ebene möglich und notwendig sind“, erläutert Seelmann. Auch mit der Situation des Wendelsteiner Vereinswesen will sich die IBgW 2020 auseinandersetzen. Gerade in den Sportvereinen, aber keineswegs nur dort, wird es immer schwieriger Menschen zu finden, die sich für ihren Verein ehrenamtlich engagieren. Andererseits sollte der Vereinsbeitrag stabil bleiben. Haben Vereine unter diesen Voraussetzungen längerfristig noch eine Zukunft?

Von: Klaus Tscharnke (Sprecher), Montag, 02. Dezember 2019 - Aktualisiert am Mittwoch, 04. Dezember 2019
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Initiative „Bürger gestalten Wendelstein“« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/initiative-buerger-gestalten-wst
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